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Titel:

Wirtschaft am Land: Datenautobahn oder Abstellgleis?

Datum:

Dienstag, 21. März 2017

Zeit:

11.00 bis 13.30 Uhr

Ort:

Wirtschaftskammer Burgenland, Festsaal
Robert Graf-Platz 1, 7000 Eisenstadt

Chance Digitalisierung – Breitband macht das Dorf zur Welt

Infrastruktur ausbauen, um Attraktivität des ländlichen Raumes zu steigern

Auch wenn die Unterschiede zwischen Stadt und Land überwiegen, die Ansprüche der Menschen, die da und dort leben, sind identisch: Sie wollen in gleicher Weise jederzeit kommunizieren und am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilhaben können. Und sie wollen jene Infrastruktur vorfinden, die ihnen dieselben wirtschaftlichen Chancen in Stadt und Land bietet. Die Digitalisierung eröffnet diese Möglichkeiten und wir müssen sie nützen. Das Internet hat die Welt zum Dorf gemacht, das Breitband macht das Dorf zur Welt. Nun gilt es, vor allem in jenen Gebieten, die wirtschaftlichen Aufholbedarf haben, flächendeckend den Breitbandausbau und die Mobilfunknetze zügig voranzubringen. Dabei geht es vor allem um Verlässlichkeit und Sicherheit einer digitalen Versorgung, die die Basis für ein gesellschaftlich vollwertiges und wirtschaftlich erfolgreiches Leben am Land bildet.

Quelle: Landwirtschaftskammer Österreich/APA-Fotoservice/Hautzinger

Eine funktionierende Infrastruktur ist auch deshalb notwendig, um die Abwanderung vor allem der jungen Menschen und ganz besonders der jungen, selbständigen Frauen zu stoppen. Gerade für Österreichs Dörfer ist es entscheidend, dass erstklassig ausgebildete Frauen, die nach den Schul- und Universitätsjahren zurück aufs Land kommen und dort leben wollen, dies auch können. Gehen die Frauen, stirbt das Land. Um dabei die richtigen Maßnahmen zu setzen, muss das Dorf mit den Augen der jungen Frauen gesehen werden. Das betrifft die Mobilität, die digitale Anbindung und ausreichende Möglichkeiten für die Kinderbetreuung.

Ländliche Entwicklung – EU-Strukturfonds: Richtige Weichen stellen
Damit das Land von der Stadt nicht abgehängt wird, muss die kommende EU-Agrarpolitik, konkret die Ländliche Entwicklung, die richtigen Weichen stellen. Es geht in Zukunft nicht nur darum, vereinbarte Leistungen der Land- und Forstwirtschaft abzugelten, sondern auch neue Chancen zu schaffen. Hier sind insbesondere die EU-Strukturfonds gefordert. Das betrifft Einkommensmöglichkeiten für junge, gut ausgebildete, wenig mobile und selbständig arbeitende Menschen. Solche Programme müssen Hand in Hand mit einer sicheren und verlässlichen digitalen Versorgung gehen. Das muss jedoch eine zentrale nationale Aufgabe sein, Stichwort Breitbandmilliarde. Maßgeschneiderte EU-Programme und sichere digitale Infrastruktur begünstigen eine lebendige Wirtschaft und Landwirtschaft, die wiederum die Grundlage für ein aktives Dorf für Jung und Alt darstellen.

Hier finden Sie den Link zur Fotogalerie
 

Klartext "Datenautobahn"

 

Es informierten

  • Ök.-Rat Franz Stefan Hautzinger, Präsident der Landwirtschaftskammer Burgenland
  • Mag. Dr. Tatjana Fischer, Stv. Leiterin Institut für Raumplanung und ländliche Neuordnung, BOKU Wien
  • Mag. Werner Wutscher, Geschäftsführer New Venture Scouting
  • Dr. Rüdiger Köster, Präsident FMK, CTO T-Mobile Austria
  • Balázs Györffy, Präsident Landwirtschaftskammer Ungarn
  • LAbg. Mag. Thomas Steiner, Bürgermeister Eisenstadt
  • Hans Embacher, Geschäftsführer Urlaub am Bauernhof
  • Hermann Schultes, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich

Moderation

Mag. Melanie Balaskovic, Redakteurin, ORF Landesstudios Burgenland

Datum: Dienstag, 21. März 2017
Ort: Wirtschaftskammer Burgenland, Eisenstadt

Zitate

"Ich glaube dass das Land, der ländliche Raum, eine extreme Chance hat hier aufzuholen und voll bei der Stadt anzuschließen."

Mag. Werner Wutscher

"Das Privatleben ist am Land viel intensiver. Man kann sich hier viel mehr entfalten und es gibt sehr viel Angebot kulinarischer Natur und die Freizeitgestaltung ist hier natürlich viel breiter meiner Meinung nach als in der Stadt."

Christoph Stelzer

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