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Titel:

Zukunft EU: Für ein sicheres und stabiles Europa

Datum:

Donnerstag, 25. April 2019

Zeit:

09.30 - 11.00 Uhr

Ort:

APA Pressezentrum
Laimgrubengasse 10
1060 Wien

EU-Zukunft – Starke Maßnahmen für starke Regionen

Infrastruktur ausbauen, Lebensmittelproduktion stärken, Tourismus als Partner

Starke Regionen sind das Herz Europas und Impulsgeber für Wirtschaft und Gesellschaft. Doch können sie dieser Aufgabe nur dann gerecht werden, wenn die Menschen am Land vergleichbare Lebens- und Arbeitsbedingungen wie in der Stadt vorfinden. Das zu unterstützen und zu fördern ist eine der wichtigsten Aufgaben einer EU-Politik für den ländlichen Raum. Dabei gilt es auch, die Lebensmittelproduktion zu stärken, wozu unter anderem eine klare Herkunftskennzeichnung oder die einheitliche Zulassung von Pflanzenschutzmitteln gehören. Ein weiterer Teil einer europäischen Politik für die Regionen muss die enge Partnerschaft mit dem Tourismus sein, die Gästen, Wirtschaft und Landwirtschaft gleichermaßen dient. Dass starke Maßnahmen für starke Regionen jedoch nicht mit gekürztem Budget möglich sind, muss nicht extra erklärt werden. Eine EU-Agrarpolitik mit Zukunftspotenzial muss für Qualität, Nachhaltigkeit und Vielfalt stehen und dafür ist ein starkes Programm Ländliche Entwicklung notwendig.
 

 

Vergleichbare Bedingungen

Wird die Region von der Stadt abgekoppelt, ziehen als erste junge Menschen und hier vor allem junge Frauen weg. Die Attraktivität einer Region steht und fällt mit einer vergleichbaren Infrastruktur, wie Kindergarten, Schule, Arzt, Verkehrswege und ganz besonders wichtig, schnelles Internet. Denn daran hängen flexible Aus- und Weiterbildung, kreatives Wirtschaften, moderne Landwirtschaft und nachhaltiger Tourismus gleichermaßen. Hier muss eine künftige EU-Politik für die ländlichen Räume klare Zeichen mit schnellen umfassenden Initiativen setzen. Da darf keine Zeit mehr verloren werden.

Viele österreichische Regionen leben mit und von den Urlaubsgästen. Gemeinsam gelingt es Tourismus und Landwirtschaft jenes Umfeld zu schaffen, das unsere Gäste so schätzen: Das gilt für Landschaft und Lebensmittel aus Bauernhand gleichermaßen. Österreich hat es schon in den letzten Jahren verstanden, aus dem EU-Programm Ländliche Entwicklung das Beste herauszuholen. Das zeigt sich nicht zuletzt darin, dass sich die ländlichen Gebiete in Österreich sogar besser als die urbanen Räume entwickelt haben. Im EU-Schnitt ist das genau umgekehrt. Hier die Maßnahmen, die zu dieser positiven Entwicklung geführt haben, zu gefährden, indem genau in diesem Bereich extreme Budgetkürzungen vorgenommen werden sollen, ist widersinnig.

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Quelle: Landwirtschaftskammer Österreich/APA-Fotoservice/Juhasz

Einheitliche Standards

Wer im EU-Binnenmarkt Lebensmittel produziert, sollte dies in der gesamten EU nach denselben Standards machen. Dazu gehört eine EU-weit einheitliche Zulassung von Pflanzenschutzmitteln strikt auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse. Wir brauchen hier sinnvolle Regeln und dürfen im Verbieten von Wirkstoffen nicht schneller sein, als die Forschung und Entwicklung Alternativen bereitstellen kann. Die EU darf auch im Bereich neue Züchtungsmethoden nicht ins Hintertreffen geraten. Gerade der Klimawandel verlangt hier für die Praxis von der Wissenschaft rasch geeignete Antworten. Das stärkt die Produktion von Lebensmittel.

„Von den heimischen Bäuerinnen und Bauern höchste Standards zu verlangen, gleichzeitig aber bei der Einfuhr aus Drittländern diese Standards nachrangig zu behandeln, bedeutet Wettbewerbsverzerrung auf Kosten unserer Landwirtschaft. Hier kann mit einer klaren Herkunftskennzeichnung entgegengewirkt werden, damit sich der Konsument bewusst für inländische Lebensmittel entscheiden kann“, forderte Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich.
(Mehr Informationen zur Herkunftskennzeichnung finden Sie hier: Gutzuwissen.co.at)

Eine starke Lebensmittelproduktion bedeutet für die EU mehr Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Die Bürgerinnen und Bürger haben es am 26. Mai in der Hand, selbst zu entscheiden, ob ihnen dieser Weg gefällt. Daher appelliert Moosbrugger an alle Bewohner des ländlichen Raums, bei der EU-Wahl von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen und so die ländlichen Regionen zu stärken.

Es informierten:

  • Simone Schmiedtbauer, Bäuerin und Bürgermeisterin Marktgemeinde Hitzendorf
  • Miguel Herz-Kestranek, Schauspieler & Autor
  • Iris Bouwers, Vice President European Council of Young Farmers, NL
  • Peter Augendopler, Inhaber Backaldrin, the Kornspitz GmbH
  • Josef Moosbrugger, Präsident Landwirtschaftskammer Österreich

Moderation:

Dr. Christoph Kotanko, OÖ-Nachrichten

Datum: Donnerstag, 25. April 2019
Ort: APA Pressezentrum, Laimgrubengasse 10, 1060 Wien

Zitate

"Die Herkunftskennzeichnung - das ist das, was ich momentan landauf und landab predige. Das möchte ich wirklich verpflichtend in ganz Europa einführen und auch durchsetzen."

Simone Schmiedtbauer

"Wir brauchen klare Spielregeln am Markt. Das was man von der österreichischen Landwirtschaft nicht will, das hat im Regal im Handel nichts verloren."

Josef Moosbrugger

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